5 Buchtipps von Theresa Prammer
Autorin
Auf dem Papier und der Bühne: Theresa Prammer weiß, wie man Geschichten inszeniert und Leben in Figuren bringt. Sie ist Autorin, Schauspielerin und Regisseurin. Mit ihren Kriminalromanen um Lotta Fiore versetzte sie zahlreiche LeserInnen in Spannung und wurde dafür mit dem Leo-Perutz-Preis ausgezeichnet. Seit 2015 hat sie sich hauptberuflich aufs Schreiben und auf die Komödienspiele Neulengbach verlegt – einem Sommertheater in Niederösterreich, das sie mit ihrem Ehemann, dem Schauspieler Joseph Prammer, leitet. Für die StadtSpionin präsentiert die Autorin ihre 5 Lieblingsbücher.
John Irving | „Owen Meany“
Theresa Prammer: Wenn ich nur ein Lieblingsbuch nennen dürfte, dann wäre es immer wieder Owen Meany. Ich liebe viele von John Irvings Büchern und diese Geschichte über Freundschaft, das Erwachsenwerden, Liebe, Verlust und die Idee, ein Held des eigenen Lebens zu sein, ist ein magisches Meisterwerk. Der Roman hat mich gleichzeitig glücklich und wehmütig zurückgelassen, ich habe gelacht und geweint. Ein Herzensbuch.
Verlagsinfo: John Irvings Auseinandersetzung mit einem halben Jahrhundert amerikanischer Geschichte, mit der Frage nach dem Glauben in einer chaotischen Welt: die bewegende Geschichte der einzigartigen Freundschaft zwischen Owen Meany und John Wheelwright. Man schreibt den Sommer 1953, die beiden elfjährigen Freunde Owen und John spielen Baseball, als ein fürchterliches Unglück passiert…
Verlag: Diogenes
Verena Rossbacher | „Mon Cherie und unsere demolierten Seelen“
Theresa Prammer: Ich habe mich in Verena Rossbachers wunderbare Sprache und in ihre hinreißenden, schrägen, lebensnahen Charaktere verliebt. Mit Leichtigkeit, Tiefe und Humor schreibt sie über große Themen wie Liebe, Tod, Mut und Freundschaft. Dafür wurde sie mit dem österreichischen Buchpreis ausgezeichnet. Katja Gasser hat ein sehr schönes Interview mit ihr geführt und Verena Rossbacher begeistert mich darin genauso, wie mit ihrem Roman.
Verlagsinfo: Mit unverbrüchlichem Optimismus und irre gut gelaunt strauchelt Charly Benz seit 43 Jahren durch ihr Leben. Sie arbeitet im Marketing einer Berliner Foodcompany, ernährt sich von angebrannten Croissants und bespricht ihre Beziehungsprobleme – die darin bestehen, dass sie keine Beziehung hat – mit ihrem einzigen Freund: Herr Schabowski, ein sechzigjähriger Mann, der ihre Post und Ängste sortiert. Doch als dieser eine tödliche Diagnose erhält, ihr erster Versuch einer Systemischen Familienaufstellung in einem Debakel endet und plötzlich gleich drei Männer ihr Leben gehörig durcheinanderbringen, verlässt Charly allumfassend der Mut. Den sollte sie schleunigst wiederfinden, sie ist nämlich schwanger. Sie und Schabowski beschließen, ihre Probleme proaktiv anzugehen: Sie flüchten. Und zwar nach Bad Gastein, ein ehemals mondäner Kurort im Südwesten Österreichs. In einem leerstehenden Hotel der Jahrhundertwende, das einst Charlys Vater gehörte, stellen sie fest: Man kann sich die Menschen, mit denen man verwandt ist, nicht aussuchen – seine Familie aber schon.
Verlag: Kiepenheuer & Witsch
Theresa Prammer |
„Lockvogel“
Theresa Prammer: Die Zeit in der Schauspielschule habe ich geliebt und wollte sie immer in einem Roman unterbringen. Im Lockvogel ist es so weit, der Krimi spielt im Schauspiel- und Film-Milieu. Gleichzeitig ist es die Geschichte einer großen Freundschaft zwischen dem desillusionierten Privatdetektiv Edgar und der Schauspielschülerin Toni. Sie wird von ihm als Lockvogel eingesetzt, um den Mord in der Villa eines berühmten Regisseurs aufzuklären.
Verlagsinfo: Toni ist pleite und ihr läuft die Zeit davon. Nicht, weil die Schauspielschülerin ihren Allerwertesten nicht hochbekommt, sondern weil sich ihr Freund Felix mit ihren Ersparnissen auf und davon gemacht hat. Geld weg, Freund weg (Oder Ex-Freund? Betrüger? Was zur Hölle ist er denn nun?), dafür werden die unbezahlten Rechnungen immer mehr. Toni hat einen riesigen Berg besonders saurer Zitronen vorgesetzt bekommen. Nur: Was macht sie daraus? Zuerst einmal: Durchatmen, Limonade machen auf später verschieben und schleunigst Felix zur Rede stellen. Dafür wendet sie sich an Privatdetektiv Edgar Brehm. Der könnte Felix aufspüren. Doch wie soll sie ihn bezahlen?
Auch Sybille Steiner findet den Weg in Brehms Detektei: Die Ehefrau eines Starregisseurs hat beunruhigende Post erhalten. Einem anonymen Tagebuch zufolge soll ihr Ehemann vor Jahren gegenüber einer jungen Schauspielerin seine Machtposition ausgenutzt haben. Sind die Anschuldigungen wahr? Wer ist die Verfasserin? Hat damit gar der Tod eines Mannes auf einer von Steiners HIGH-Society-Partys etwas zu tun? Möglichst schnell, bevor die Presse Wind davon bekommt, muss Brehm genau das herausfinden. Wie praktisch, dass gerade eine Schauspielschülerin bei Brehm aufgetaucht ist, die ihn nicht bezahlen kann: Toni wird als Lockvogel engagiert. Welche Gefahren warten auf sie in der Filmbranche, die für Machtgefälle und Intrigen berüchtigt ist?
Verlag: Haymon
Stephen King| „Über das Leben und das Schreiben“
Theresa Prammer: Eines der besten Bücher über das Schreiben, das ich je gelesen habe. Immer wenn ich nach einem Schreibratgeber gefragt werde, nenne ich Stephen King. Offen und ehrlich erzählt er über seinen Lebensweg, seine Karriere und gibt die besten Schreibtipps. Großartige Lektüre für alle, die schreiben wollen.
Verlagsinfo: King äußert sich über die Art und Weise der Entstehung einiger seiner Romane und die Gefühle, die ihn dazu bewegen, seine Bücher zu schreiben. In einem autobiographischen Kapitel geht er auch auf seine Alkohol- und Drogensucht ein. Ein weiteres Thema des Buches sind Kings Kindheit und Studienzeit sowie die Umstände, unter denen er seine ersten Manuskripte verkaufen konnte. Die Eigenheiten und Besonderheiten seines literarischen Stils werden erläutert. Stephen King untersucht darüber hinaus Passagen aus Werken einiger bekannter Schriftsteller wie etwa H.P. Lovecraft oder Ernest Hemingway.
Am Schluss des Buches gibt King eine Anleitung und Hilfestellungen für Leser, die selbst beginnen wollen, Romane zu schreiben.
Erstmals äußert er sich zu seinem schweren Unfall und gibt Einblicke in seinen damals neusten Roman Der Buick.
Verlag: Heyne
Julia Cameron | „Der Weg des Künstlers“
Theresa Prammer: Seit mehr als zwanzig Jahren schreibe ich mit wenigen Ausnahmen jeden Tag Morgenseiten. Man setzt sich gleich nach dem Aufstehen hin und füllt drei Seiten, ohne viel nachzudenken. Sehr oft bin ich dabei von meinem Unterbewusstsein überrascht worden, das mir blitzartig Antworten geliefert oder Ideen gezeigt hat. Mit diesem Buch hat alles seinen Anfang genommen. Es ist ein wunderbarer Wegweiser voller Inspirationen, Tipps, Anregungen, um das eigene Potential zu entdecken.
Verlagsinfo: Julia Cameron bietet ein zwölf-wöchiges Trainingsprogramm zur Freisetzung der eigenen Kreativität. Dieses hat bereits Millionen Menschen geholfen, an Selbstvertrauen zu gewinnen und das eigene kreative Potenzial neu zu entdecken. Das 12-Wochen-Programm, von der international anerkannten Erfolgsautorin Julia Cameron, fördert soziale, emotionale, intuitive Fähigkeiten. Es beseitigt Hindernisse wie Ängste und kreative Blockaden. Die Autorin und angesehene Seminarleiterin zeigt mit einfachen und effektiven Übungen einen Weg, wie man seine kreative Freiheit wieder entdeckt und das Leben reicher, lebendiger und erfüllter gestalten kann.
Verlag: Knaur
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