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Der Wochentipp


Die StadtSpionin Eisemann Stadtgeschichte als Theater

Eisemann

Der Tänzer, der vom Himmel fiel: 1949 versuchte der Seiltänzer Josef Eisemann, mit seiner Tochter über den Donaukanal zu balancieren und stürzte dabei in den Tod. Autor Berndt Watzka hat daraus ein Theaterstück mit höchst aktuellem Bezug gemacht. Zu sehen ab 1. Juni an 10 Spielorten in unterschiedlichen Bezirken Wiens.

Dort, wo man heute Cocktails schlürft in der Strandbar Herrmann, passierte am 17. Juli 1949 das Unglück, das ganz Wien erschütterte und von dem nationale und internationale Medien noch lange berichten sollten: Auf einem 120 Meter langen Seil, das über den Donaukanal gespannt war, verlor Josef Eisemann, das Gleichgewicht und stürzte – seine Tochter auf den Schultern! –  in den Tod.

Der Wiener hat ja bekanntlich ein ganz besonderes Verhältnis zu seinen Toten. Und mit der Dichte an Theatern, die es in der Stadt gibt, auch einen gewissen Hang zum Dramatischen. Umso mehr wundert es, dass die Geschichte von Josef Eisemann im Gedächtnis der Stadt nicht präsenter ist. Irgendwie ist der Seiltänzer, der vor den Augen von tausenden Zuschauern mit seiner Tochter das Gleichgewicht verlor, in Vergessenheit geraten.

Kulturjournalist und Autor Berndt Watzka greift das tragische Stück Wiengeschichte auf und schlägt eine Brücke zur Gegenwart. Und dabei schwingt ein großer Brocken Gesellschaftskritik mit. Da gibt’s den Journalisten Harry Schnell (gespielt von Stefan Sterzinger) der das große Geld mit Sensationsstories rund um den Seiltänzer wittert. Es geht um die Frage, wieviel unsere permanente Leistungsgesellschaft uns persönlich abverlangt. Kriegt man erst mit kompletter Selbstaufgabe die Anerkennung, die man verdient? Oder wieviel – lebensbedrohliche – „Live-Action“ ist notwendig, um die Schaulust des Publikums zu befriedigen?

Das historische Ereignis von Josef Eisemanns Fall ist die Grundlage für ein spannend aufbereitetes Theaterstück Wiener Stadtgeschichte. Gespielt wird an alternativen Orten, außerhalb des konventionellen Theaterbetriebs, wie zum Beispiel im Café Tachles und in Mikes Werkstatt.

„A schene Leich“ darf man sich nicht erwarten, aber wer danach, ganz nach morbider Wiener Art, dem Herrn Eisemann einen Besuch abstatten will: Er liegt am Zentralfriedhof, Gruppe 17B, Reihe 2, Grab3.

Eine schöne Woche wünscht
Die StadtSpionin

Schwarzberg, Schwarzenbergplatz 10, 1040 Wien. Premiere: 1. Juni 20:00 Uhr. 18 €.          [ Web ]


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