Der Wochentipp


Lady Magnesia Oper

Oper

Lady Magnesia / Zweimal Alexander
Eifersucht, Untreue und Männer, die glauben, die Lage im Griff zu haben – das geht bekanntlich selten gut aus! Genau das beweisen aktuell gleich zwei Einakter auf einmal: „Lady Magnesia“ von Mieczysław Weinberg und „Zweimal Alexander“ von Bohuslav Martinu – zwei Werke, zwei Komponisten, eine Frage: Was passiert, wenn das Misstrauen die Oberhand gewinnt?

Schwarze Komödien, Kriminalstücke oder Opern-Parodien? Die Einakter Lady Magnesia (komponiert 1975) und Zweimal Alexander (komponiert 1937) lassen sich ebenso wenig kategorisieren wie ihre beiden vielseitigen Schöpfer selbst, Mieczysław Weinberg und Bohuslav Martinu. Die Ausgangslage ist in beiden Werken gleich: Ein Ehemann bezichtigt seine Ehefrau der Untreue und ergreift die ihm angemessen erscheinenden Maßnahmen. Alsbald laufen die Pläne jedoch aus dem Ruder: George will Magnesia ermorden, lässt sich von ihr jedoch in ein Gespräch verwickeln. Alexandre hingegen inszeniert eine Verwechslungskomödie, um die Untreue seiner Frau zu testen – diese jedoch beginnt gerade dadurch, von einem Seitensprung zu träumen.

Wo etwa Mozarts „Così fan tutte“ den Vorhang fallen lässt, kommen diese Werke erst so richtig in Fahrt: Führt das Misstrauen der Männer zu einem Happy End? Bringt ein geforderter Beweis der Treue die ersehnte Klarheit, gar eine Läuterung, oder lässt er die Beziehung schlichtweg zerbrechen? Die beiden Opern finden schließlich unterschiedliche Antworten darauf, die sowohl Weinberg als auch Martinu mit ironischen Brüchen, jazzigen Intermezzi und aberwitziger Fantasie ausformulieren.

Eine musikalische Woche wünscht
Eure StadtSpionin

Kammeroper, Fleischmarkt 24, 1010 Wien. Bis 19. Juni 19:00 Uhr. Ab 49 €.
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